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Feminae venales/Sancta mea mater/

Hermann Kopp

 
 
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Hermann Kopps Markenzeichen ist sein Geigenspiel. Er intoniert sein Instrument wohldosiert dissonant – immer genug für den angekränkelten Grundcharakter seiner Musik und doch definitiv zu wenig, um den Hörer kakophonisch zu peinigen. Ganz im Gegenteil: Hermann Kopp spielt Angst-Melodien von abgöttischer Schönheit. Gruselklang in Perfektion: Nicht allein mit Geige – neben Stabspiel und allerlei ausgefallenem Instrumentarium, nimmt insbesondere Elektronik im musikalischen Geschehen des Hermann Kopp großen Raum ein: Synthesizer, Vocoder, Theremin, Loops und Klangbearbeitungen – gern kombiniert mit den verschleppten Rhythmen zart-scheppernder Metallpercussion. Zusammengemischt, manchmal auch mit Stimme (respektive Gesang), ergibt sich eine Form von Industrial-Musik, die ganz für sich steht. Selten ist das Unvollkommene so vollkommen ausgeführt. So eingängig, so direkt, so minimal: Hermann Kopp ist einer jener priviligierten Künstler, der mit wenigen- aber prägnanten Noten in das Gefühlszentrum des Hörers vorzudringen vermag. Hermann Kopp hat den Universalschlüssel zu unser aller Seelen, in die er sein zerbrechliches Pflänzchen platziert. Dort schlägt es Wurzeln, ob man will oder nicht. Soll heißen: Einmal gehört, wird man Hermann Kopp nie wieder los.

Davon profitieren insbesondere die Buttgereit-Filme, die ohne Hermann Kopps Geigenspiel und ohne seine semi-elektronischen Klangkreationen nur halb so schön wären. In der Tat ist es vor allem Hermann Kopps Musik, die das Tor ins Innere öffnet. Sie ist es, die den Kern frei legt, damit die Bilder wirken können. Ob Nekromantik Eins, Nekromantik Zwei oder Todesking – Hermann Kopps Musik ist dort allgegenwärtig. Der Erfolg dieser Filme ist ohne seine Musik nicht vorstellbar, zu stark prägt sie die Atmosphäre.

Heute schließt Hermann Kopp mit neuem Material an seine nekrodramatische Vergangenheit an. Alle guten Tugenden seiner einzigartigen Musik vereinen sich in seinem von Galakthorrö stolz präsentierten neuen Album "Under A Demon's Mask". Da ist er: So melodiös wie noch nie, so morbid wie noch nie, so lofi wie noch nie. Eine faszinierende Varietät von vorwiegend instrumental veranlagter Industrial-Musik, die sich nicht, wie so oft, über sterile Drones und Scapes definiert, sondern sich das rohe, authentische Naturell des frühen Industrials in eigenständiger Weise bewahrt hat.


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Galakthorrö Diskographie:

Galakthorrö 021 A

Hermann Kopp "Under A Demon's Mask"

LP, handnummerierte limitierte Auflage

Galakthorrö 021 B

Hermann Kopp "Under A Demon's Mask"

CD, unbegrenzte Auflage

 

Galakthorrö 026

Hermann Kopp "Cerveau D'Enfant"

7" EP, handnummerierte limitierte Auflage

 

Galakthorrö 029 A

Various Artists "Kosmoloko 2"

LP, handnummerierte limitierte Auflage

 

Galakthorrö 029 B

Various Artists "Kosmoloko 2"

CD, unbegrenzte Auflage

 

Galakthorrö 032 A

Hermann Kopp "Zyanidanger"

LP, handnummerierte limitierte Auflage

 

Galakthorrö 032 B

Hermann Kopp "Zyanidanger"

CD, unbegrenzte Auflage


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